Wer meint, dass das Kommunikationsverhalten nicht wichtig sei, hat womöglich selbst kein besonders erfolgreiches.

[Zu Beginn möchte ich gleich anmerken, dass ich hier kein kommunikationswissenschaftliches Fachsprachengeplänkel einbauen möchte, sondern lediglich meine Gedanken zum Thema äußern werde.]

Wie es um die eigene Beziehung zu einer anderen Person steht, erkennt man bei vielen alleine an der Frequenz der einlangenden Nachrichten und dem darin angewandten Tonfall. Klar, man kann es nicht direkt hören. Aber auch beim an Bedeutung gewinnenden Schriftverkehr sollte man irgendwie dazu fähig sein, seine Emotionen zu transportieren. Ist ein Smiley zu viel verlangt? Oder eine nette Antwort auf eine elendslange Selbstoffenbarung? Mit Leuten, die mir in einem Satz antworten, obwohl mein Ursprungstext zwanzig Zeilen lang war, kann ich – so leid es mir tut – wenig anfangen. Ein Gespräch/Schreibverkehr sollte ein geben und nehmen sein. So kommt es mir höchstens vor, als ob mein Gegenüber den Inhalt während eines Telefonats überflogen hätte und mir durch seine knappe Antwort dezent vermitteln möchte, dass es ihn eigentlich überhaupt nicht interessiert, was ich da vor dem Bildschirm fabriziert habe. Da kommt einfach nichts rüber. Ein Grauen!

Meine Top 3 der unkreativen Antworten: „So ist das halt!“; „Hahahaha, ur gut!“;“Chill amal“. Da bin ich beinhart. An jemanden, der mir ernsthaft so etwas als Antwort präsentiert, verliere ich in Sekundenschnelle das Interesse. Es gibt laut diversen Partnerbörsen Kriterien, nach denen der Kompatibilitätswert bemessen wird. Ich sage: Der wichtigsten Part, den man “überleben“ muss und der sich ausgezeichnet als Probe eignet, geschieht in absentia. Wenn man da schon ein komisches Gefühl hat, stimmt meist auch etwas nicht.

Klar kann man jetzt sagen: „Heee, nicht jeder hat Bock auf texten und persönliche Treffen sind viel wichtiger.“ Ja natürlich sind sie das. Man kann auf Dauer keine Freundschaft oder Beziehung nur per Onlineschriftverkehr aufrechterhalten. Man möchte sehen, wie der andere lacht, wie er argumentiert, wie er dich ansieht. Bei vollgekritzelten Terminkalendern hat jedoch man nicht immer Zeit, sich zu sehen. Daher schicke ich ab und zu eine SMS oder Nachricht. Weil es mir wichtig ist. Weil ich an meinem Gegenüber interessiert bin. Und nicht an oberflächlichem Smalltalk. Qualität über Quantität. Ich freue mich mehr über eine schön formulierte, lebensgeschichtlich interessante E-Mail also die zehnte belanglose „Hej was machst heut?“ Nachricht, die wahrscheinlich an zehn weitere Personen gesendet wurde. Aber das wäre ein anderes Kapitel.

Ein Lehrveranstaltungsleiter meinte unlängst, dass wir uns mit den ständig versendeten und empfangenen Nachrichten wie mit Aufmerksamkeitszuckerl belohnen. Also wenn ich schon die Wahl habe, nehme ich eben lieber das Fruchtbonbon als den Karamell-Toffee. Ist alles Geschmackssache. Und vielleicht sehen das viele auch komplett anders und sind absolut damit einverstanden, wenn die Kommunikation in absentia eingeschränkt, holprig oder komplett unterbrochen ist. Mir geht es im Übrigen nicht darum, immer zu wissen, was der andere macht. Sondern eher zu wissen, ob man sich auf den anderen verlassen kann.

Ich verlasse mich ungern auf Menschen, die ihre von sich gegebenen Meldungen keine Sekunde auf deren Wirkung überdenken. Da scheint mir irgendetwas faul zu sein.

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facebook = workbook.

Die Zeiten, als ich Facebook vorwiegend zum Stalken von mir als nicht sympathisch befundenen Personen genutzt habe, sind lange vorbei. Nicht nur, dass sich besagte Menschen nicht mehr in meiner Freundesliste befinden – ich hätte auch gar nicht mehr die Zeit, Facebook aus purem Zeitvertreib zu nutzen. „Adden wir uns einfach alle auf facebook, ja?“ – Ein Satz, der so gut wie nach jeder Gruppenarbeitseinteilung in die Menge geworfen wird. Selten, dass jemand dagegen protestiert. Es ist schließlich praktisch, da man sowieso jeden Tag reinsieht – beziehungsweise schon fast reinsehen MUSS, da das Vollspammen des E-Mailposteingangs scheinbar nicht mehr genügt. Die Benachrichtigungen, die auf dem Smartphone deiner Wahl auch noch um 23:34 – während du mit XY vor dem Fernseher liegst und dich einer entspannenden Massage hingibst – einlangen, kann man vor Neugier (oder eher Angst vor der Tatsache, dass wieder irgendein Honk deiner Gruppe nicht dazu fähig war seinen Teil, für den er 14 Tage Zeit hatte rechtzeitig abzugeben und du dann einspringen müsstest) nicht ignorieren. Da hilft nur: Benachrichtigungen ausstellen, oder – wie ich das bevorzuge – Flugmodus ein. Der einzige Modus des ganzen Tages, in dem ich wirklich Ruhe von mir selbst, den anderen und einlangenden Meldungen habe. Nicht, dass wir nicht schon lange zuvor gelernt hätten, samt dieser Informationsüberflutung zu überleben, jetzt hat die Arbeitsteilung auch unseren bis dato zur Entspannung und Selbstinszenierung (;)) verwendeten Social Media Account erreicht. Kaum ein Tag, an dem nicht Postings wie „Also Leute, welche TeilnehmerInnen sind fix für Montag?“; „Wegen den soziodemographischen Daten, müssen die jetzt echt schon beantwortet werden? oder ist das nicht eher der sinn, sie während des interviews zu beantworten?” ; „Habt ihr das Dokument schon auf moodle hochgeladen?“ meinen Abend verderben. Oder meinen Morgen. Mich in Rage versetzen. Oder mich ganz ganz ganz dringende SMS von meiner aktuellen Arbeit abhalten. Erschien früher das kleine “Sie haben Post“ Symbol am Bildschirmrand, freute ich mich. Heute habe ich eher Angst, dass irgendetwas nicht geklappt hat, wiederholt werden muss, fehlt, jemand unbedingt in den nächsten zehn Minuten eine Frage beantwortet haben möchte oder Ähnliches.

Nun kann man sagen, dass niemand dazu verpflichtet ist, auf facebook angemeldet zu sein. Denjenigen Teilnehmern, die aus idealistischen Gründen nicht auf der Plattform verweilen möchten alles Besprochene per E-Mail zukommen zu lassen, dauert allerdings auch eine Weile – und ist  ein zusätzlicher Aufwand. Was ist also die Lösung? Darf man sich beschweren?

Schaut man in die Vorlesungsgruppen rein, bekommt man nicht nur wichtiges Datenmaterial, das einem für die Prüfung nutzen könnte, sondern auch ein schlechtes Gewissen. Schließlich habe ich weder bereits „die ersten fünf Kapitel des Buches Medienökonomik“ gelernt, noch „an einer Zusatzaufgabe teilgenommen.“ Als Student hat man die (schöne) Möglichkeit der freien Zeiteinteilung. Wenn man einmal außer Haus ist und dennoch eine Nachricht einlangt, muss man sich schon fast dafür entschuldigen, gerade “nicht erreichbar/online zu sein.“

Muss das sein? Scheinbar ja. Die Welten gehen ineinander über.

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Wörter, von dir in die Welt gesetzt.

Jede Zeile ist eine Offenbarung. Ein Zeichen, von dir in die Welt gesetzt. Vielleicht hast du – ohne groß darüber nachzudenken – einen Menschen zum Nachdenken gebracht, oder gar verärgert. Während ich hier sitze und wie jeder andere meine Finger auf die Tastatur lege, denke ich darüber nach, was Geschriebenes bewirken kann. Wie es außerhalb des Dokuments, in dem es geschrieben wurde, in Fantasiewelten mutiert, Eindrücke vermittelt. Schreiben ungleich sprechen. Es ist manchmal seltsam der Person gegenüber zu sitzen, der man bereits so vieles schriftlich preisgegeben hat. Als ob es zwei Welten wären. In der einen wird geschrieben und zu viel über alles nachgedacht. In der anderen leben und kommunizieren wir, sobald der Rechner ausgeschaltet und das Heim verlassen wurde. Um wiederum Dinge zu erleben, über die es sich zu schreiben lohnt. Filme oder Ausstellungen zu besuchen, über die man Interessantes zu berichten hat. Menschen zu treffen, die mit der großzügigen Weitergabe ihres Gedankenguts deine Auffassung verändern. Dich immer wieder Neues erfahren lassen. Das ist das wirkliche Leben. Und das ist es auch in diesem Moment. In diesem Moment, wo ich schreibe und in dem darauffolgenden, wenn du das Resultat liest. Es ist schwierig den Augenblick des Entstehungsprozesses einzufangen. Als ob jeder Artikel, jede Kolumne, jedes Buch immer schon existiert hätte. Man sieht nicht dahinter.

Menschen sollten sich dessen öfters bewusst werden. Worte bieten Angriffsfläche. Meinungen ebenso. Etwas von sich zu enthüllen kostet Mut. Die Entscheidung, wie viel man tatsächlich von sich preisgeben möchte, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

Für mich ist es nicht immer leicht, Persönliches niederzuschreiben. Unabhängig davon wie viele Menschen es lesen können. Denn es ist zu allererst mein absolut privater Erfahrungsschatz. Der nach und nach angezapft wird, dessen Inhalt vorsichtig in kleine Tagesrationen verpackt und danach so verändert wird, dass keine konkreten Rückschlüsse mehr auf Personen in meinem Umfeld geschlossen werden können. So stelle ich es mir zumindest vor. In Wahrheit sieht das Ergebnis vermutlich anders aus. Als ob man Menschen durch ihre Publikationen lesen könnte wie offene Bücher. Als ob jeder grottenhaft pessimistische Eintrag auch noch die Verfassung des nächsten morgens beeinflussen würde. Zumindest letzteres kann ich aus meiner Sicht widerlegen.

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“ein bisschen neu anfangen dürfen”

Ist es nicht seltsam die Vorstellung schön zu finden, ein bisschen neu anfangen zu dürfen?
„Jemanden mich neu zu erzählen? Wie ich jetzt bin? Das ist, glaube ich, eine große Sehnsucht von mir.“ Charlotte Roche

Jedes Mal, wenn wir einen neuen Menschen kennen lernen, haben wir die Chance uns anders zu präsentieren. Die eigene Vergangenheit zu zensurieren, Unangenehmes zu verschweigen, uns in einem idealen Licht auferstehen zu lassen. Pure personenbezogene Selbstinszenierung. Um jeweils die Eigenschaften zu betonen, die der andere sehen möchte. Schlaue Dinge zu sagen, die der andere hören möchte. Mal ist man unabhängig und selbstbewusst. Mal schwer von früheren Verlusten gebrandtmarkt und in jeglicher Hinsicht verschlossen. Wie es eben gerade passt. Wir schmieden uns selbst wie ein heißes Eisen. Was, zugegebenermaßen, angenehm sein kann. Es gibt keine gemeinsame Vergangenheit. Keine schweigsam nebeneinander verbrachten Stunden nach einem Streit. Keine Gemeinheiten, die man sich an den Kopf geworfen hat. Keine Anfälle, die der andere miterlebt hat. Man ist rein, man ist wieder unbenutzt.

Dabei fühlt es sich manchmal an, als ob ich mich selbst betrügen würde. Als ob ich durch reine Willenskraft alles Schamhafte aus meinem Innersten verbannen könnte. Eine lächerliche Vorstellung. Natürlich, man wird älter und ein wenig reifer und versucht aus Fehlern zu lernen. Und man schwört nie wieder dieses oder jenes zu tun und alles besser zu machen und Unannehmlichkeiten sofort auszusprechen. Den anderen so bedingungslos wertzuschätzen, wie er eben ist und wie er es auch verdient hat. Aber auch das ist irgendwann vorbei.

 

 

Es ist kein Verstellen im wirklichen Sinne. Man ist sehr wohl lustig, verrückt, belesen, träumerisch, zielstrebig undoderdiesesundjenes. Nur eben nicht immer. Nicht während man an seinen Zukunftsplänen zweifelt und auch nicht während man im Bad an seinen Haaren rumfummelt. Da gibt es viel mehr, was verborgen bleibt. Das man nicht zeigt, um Schadensprävention zu betreiben. Man möchte sehen, dass man gut ankommt. Man möchte wissen, dass man tatsächlich – wenn auch wahrscheinlich nur für eine gewisse Zeit– “ganz normal“ sein kann. Absolut liebenswert. Das ist dann die Phase, in der der andere denkt, man hätte keine Fehler. Während die Selbstzweifel netterweise nur dann wie eine unvorhergesehene Angina auftauchen, wenn der andere nicht hautnah dabei zusehen kann.

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it’s all about the she said he said

„Es gibt weniges, das man sich schwerer vorstellen kann als die Gespräche anderer Leute über einen selbst.“

Wer hat noch nie ein böses Wort über einen anderen Menschen verloren? Erschreckend, wie oft Sympathie und Antipathie auf Gegenseitigkeit beruhen. So wie man über das Gegenüber spricht, spricht es womöglich auch über einen selbst. Ekelerregend, diese Vorstellung. Da wirst du – ohne Kontra geben zu können, be- und verurteilt und dabei auf eine abstrakte Art und Weise vielleicht doch so beschrieben, wie du bist. Eben ohne die guten Sachen aufzuzählen, die dem anderen womöglich gar nicht bekannt sind. Quasi ohne Strafverteidiger. Auch wenn man besagter Person in Gedanken schon alles Mögliche gewünscht hat, wäre es doch etwas anderes als unsichtbarer Beobachter im Raum zu stehen. Das Seltsamste an Gesprächen, die hinter dem eigenen Rücken stattfinden, ist die Tatsache, dass man sie nicht verhindern kann.

Meine Freunde sagen immer, man könne mir alles im Gesicht ablesen. Nicht unbedingt etwas, von dem ich gerne freiwillig Gebrauch gemacht hätte. Wie auch immer: Nachdem die schlimmen Wörter meinen Mund verlassen haben, sind sie nicht mehr zurückzuholen. Ich kann besagten Personen dann nur noch schwer in die Augen sehen. Als ob ich sie hinter ihrem Rücken trotz gegenseitiger Abneigung verraten und betrogen hätte. Als ob meine Worte durch Schall und Rauch in derselben Minute, in der ich sie ausgesprochen hatte, zu ihnen geflogen wären. Paranoia, hervorgerufen durch schlechtes Gewissen. Aber warum denn schlechtes Gewissen? Nicht jeder kann von jedem gemocht werden. Vielleicht sollte mir das klar werden.

Ich habe oft versucht, direkt zu sein. Kam auch nicht immer so an, wie ich mir das gedanklich ausgemalt hatte. Diese Gespräche, die im Endeffekt – wenn sie überhaupt stattfinden – nie so verlaufen wie man es sich vorgestellt hatte. Gut, dass wir nicht mehr in der Schule sind und freie Freundeswahl herrscht.

Was man mit Informationen anfängt, die einem andere zukommen lassen – “Sie hat gesagt, du wärst soundso, weil …“ – habe ich auch noch nicht herausgefunden. Soll man froh sein, dass das Gegenüber ehrlich war oder traurig, weil es durch die Verteidigung der eigenen Person einen höheren Loyalitätsdienst verrichtet hätte als durch die ungefragte Informationszufuhr in meinen Gedanken für Verwirrung zu sorgen? Oder als gefestigter Mensch einfach darüber stehen.

Ich weiß keine Antworten darauf. Das Negative aus seinem Leben fernzuhalten funktioniert momentan recht gut. Ob das auf Dauer so sein wird, lässt sich schwer sagen.

[Das angeführte Zitat stammt auch von Jonathan Franzen. Während des Lesens musste ich kurz aufhören um die Gedanken zu ordnen. Das Ergebnis steht hier.]

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FREIHEIT

Ich bin immer dankbar für gute Buchempfehlungen. Diesmal war es das Werk “Freiheit“ von Jonathan Franzen, mit dem ich mir die Nachmittage in den Ferien vertrieben habe. 731 Seiten, die ich in vier Tagen verschlungen habe. Ein Buch, das vor allem in den USA zur Zeit seiner Veröffentlichung einen Hype auslöste.

Der Inhalt ist zu komplex um ihn mit einem Satz oder gar einer lächerlichen Seite zusammenfassen zu können. Da gibt es Patty Berglund, eine ehemalige Profibasketballspielerin, die den besten Freund eines damals noch unbekannten Rockmusikers heiratet und mit ihm zwei Kinder – Joey und Jessica – bekommt. Es gibt die Nachbarin Carol mit ihrer Tochter Connie, die seit dem Teenageralter mit Pattys Sohn Joey schläft und dazwischen alle möglichen Feindschaftskonstellationen innerhalb der Familie und der Nachbarschaft, die man sich nur vorstellen kann. Sohn gegen Mutter. Mutter gegen Schwiegertochter. Vater gegen Sohn. Bruder gegen Schwester. Schwester gegen Mutter.  Wer nun denkt, dass die Story lediglich nach einem schlechten Hollywooddrehbuch schreit, irrt. Das Buch behandelt politische Thematiken und die dabei von Pattys Ehemann, Walter, empfundene Hilflosigkeit in Bezug auf deren Lösungsalternativen.

Zugegebenermaßen war der Anfang recht mühsam. Wie das bei 700-Seiten-Wälzern so ist,  muss man sich erst an die vielen verschiedenen Charaktere gewöhnen und so weit lesen, bis man Patty oder Walter mühelos seinen besten Freunden vorstellen könnte, um der Story richtig zu verfallen. Etwa alle 150 Seiten wird der Fokus der Geschichte auf eine andere Person gelegt, sodass ein immer schlüssigeres Gesamtbild entsteht. Franzen beschreibt die zwischenmenschlichen Beziehungen irrsinnig realistisch und vergisst dabei nicht auf gesellschaftliche und ökonomische Diskurse Bezug zu nehmen. Wer wie ich keine Ahnung von LKW-Ersatzteilzulieferung hat, wird mit den wirtschaftlichen Beziehungen, die Joey pflegt, allerdings keine große Freude haben. Die detaillierten Theorien zum Umwelt- und Artenschutz sowie der Überbevölkerung sind da doch um einiges spannender.

Obwohl der ökologisch stets korrekt lebende Walter anfangs neben Pattys autobiographischem Bericht ziemlich blass und langweilig erscheint, schafft es Franzen ihm im Handlungsverlauf richtiges Leben einzuhauchen und das stereotypische Bild, das sich langsam aber doch abzeichnete, zu zerschlagen. Walter ist im Inneren genauso emotional und – in gewisser Weise – verstört wie seine Frau. Er verfolgt eine politische Ideologie mit einem Elan, der Patty nur milde lächeln lässt.

Jonathan Franzen sagte in einem Interview mit der Bücherkette Barnes & Noble : “Ich glaube, dass Romane genau das tun sollten: Sie sollten größtmögliche Abbilder der Gesellschaft mit den maximal persönlichen Geschichten verknüpfen.” [Quelle: http://www.zeit.de/kultur/literatur/2010-09/jonathan-franzen-hype]

Wer mich kennt, weiß, dass ich lieber Zitate für mich sprechen lasse. Einige sind so lang, dass sie schon fast als Leseprobe durchgehen könnten. Wer ausführlichere Reviews lesen möchte, weiß sicher, wie er an welche herankommt.

“Es gibt weniges, das man sich schwerer vorstellen kann als die Gespräche anderer Leute über einen selbst.”

Ein Politiker
,,Ich nehme daher an, Sie haben schon einmal die Erfahrung gemacht, anderer, nicht so aufgeweckter Leute wegen frustriert zu sein. Weil die nicht nur unfähig sind, sondern sich auch dagegen sperren, gewisse Wahrheiten anzuerkennen, deren Logik sich Ihrer Meinung nach von selbst versteht. Ja weil es sie anscheinend gar nicht kümmert, dass ihre Logik schlecht ist. Kennen Sie solche Frustrationen nicht?”

Ein Gedankengang, der Walter betrifft
“Während der vergangenen zwei Jahre hatte er viele wütende Stunden auf West Virginias Straßen zugebracht, war den idiotischen Bummlern in den Auspuff gekrochen und dann selbst langsamer geworden, um die unverschämten Auspuffkriecher zu bestrafen, hatte auf Interstates die Innenspur gegen Arschlöcher verteidigt, die ihn rechts überholen wollten, und selbst rechts überholt, wenn irgendein Trottel oder Handyquassler oder scheinheiliger Tempolimitdurchsetzer die Innenspur verstopfte, hatte von den Fahrern, die einfach nicht den Blinker setzen wollten, obsessiv Profile und Analysen erstellt, hatte einen Mörderhass auf die Kohlelasterfahrer entwickelt, die nie Spur hielten und in West Virginia buchstäblich jede Woche tödlichen Urlaub verursachten, wofür er ohnmächtig die korrupten Abgeordneten de Bundesstaates verantwortlich machte, die sich trotz zahlreicher Beweise für die Verheerungen, die die Kohlelaster anrichteten, weigerten, deren Gewichtslimit auf 48 Tonnen zu senken, hatte ‘Unglaublich! Unglaublich’ gemurmelt, wenn ein Fahrer vor ihm bei Grün abbremste, dann beschleunigte und bei Gelb durchfuhr, während er selber vor Rot hängenblieb, hatte eine volle Minute schäumen an Kreuzungen gestanden, obwohl doch meilenweit kein Querverkehr zu sehen war, und mühsam, ihr zuliebe, die Beschimpfung hinuntergeschluckt, die er zu gern hervorstieß, wenn ein Fahrer sich weigerte, bei Rot regelkonform rechts abzubiegen.”

 

“Man konnte zwar versuchen, das Gift in aufgegebene Schächte zu kippen, doch sickerte es von dort ins Grundwasser und landete dann im Trinkwasser. Es verhielt sich ganz ähnlich wie mit der Scheiße, die aufgewühlt wurde, wenn Leute stritten: Waren bestimmte Dinge erstmal gesagt, wie konnten sie je wieder vergessen werden?”

 

Patty
“Wäre ich ein vernünftiger, ungebrochener Mensch, würde ich das wahrscheinlich versuchen. Weil ich, wie du weißt, immer gewinnen wollte. Ich war immer eine Kämpfernatur. Aber ich habe eine art Allergie dagegen entwickelt, das zu tun, was vernünftig ist. Ich habe mein Leben damit verbracht, aus Frustration über mich aus der Haut zu fahren.”

 

Patty
“Mit einer Kreditkarte einen Hotdog oder ein Päckchen Kaugummi kaufen? Also, Bargeld ist ja so was von gestern. Stimmt’s? Bargeld verlangt einem ab, dass man addiert und subtrahiert. Man muss dem Menschen, der einem das Wechselgeld rausgebt, richtig Beachtung schenken. Da muss man einen winzigen Moment lang weniger als einhundert Prozent cool sein und wird aus der eigenen kleinen Welt gerissen. Aber mit einer Kreditkarte passiert einem das nicht. Man überreicht sie ungerührt und nimmt sie ungerührt wieder entgegen.”

 

,,Nichts verstört das Gefühl von Besonderheit so sehr wie die Anwesenheit anderer Menschen,  die sich für genauso besonders halten. Nachdem er vermöge seiner angeborenen Intelligenz und harter Arbeit ein gewisses Maß an Wohlstand und Unabhängigkeit erreicht hatte, wenn auch von beidem nicht annähernd genug, wurde er zu einem Muster an Wut und Enttäuschung.”

 

Walter
,,Er sah seine Freundin an, deren zupackende Hände auf dem Lenkrad, deren leuchtende Augen auf der Straße ruhten, und dachte, er werde noch platzen von seinem Wunsch, wie sie zu sein, noch platzen vor lauter Dankbarkeit, dass sie sich nicht daran störte, dass er er selber war. ‘Mein Problem ist, ich mag die Menschen nicht genug’, sagte er. ‘Ich glaube nicht so recht, dass sie sich ändern können.’”

 

Eine von Pattys Schwestern
,,Die Talente, die ich habe, sind in dieser Welt offenbar nicht gefragt. Deshalb ist es besser, wenn ich sie für mich selbst nutzen kann. Ich möchte wirklich nur in Ruhe gelassen werden, Patty. Mehr verlange ich inzwischen gar nicht mehr. Nur, dass man mich in Ruhe lässt.”

 

Walter zum Thema Überbevölkerung. Ein, meiner Ansicht nach, recht heftiger Ansatz.

,,Dann beginnen wir jetzt mit dem Problem”, sagt Walter. ,,Das Problem ist, dass niemand es wagt, die Überbevölkerung zum Bestandteil des landesweiten Diskurses zu machen. Und warum nicht? Weil das Thema alle runterzieht. Weil es wie von gestern wirkt. Weil wir, wie bei der Erderwärmung, noch nicht ganz den Punkt erreicht haben, wo die Folgen unbestreitbar werden. Und weil wir elitär wirken, wenn wir den Armen und Ungebildeten sagen, sie sollen nicht so viele Kinder kriegen. Eine große Familie zu haben steht in einem umgekehrten Verhältnis zum wirtschaftlichen Status, ebenso das Alter, in dem Mädchen ihre ersten Kinder bekommen, was aus etlichen Perspektiven genauso schädlich ist. Man kann die Wachstumsrate allein schon dadurch halbieren, dass man das Durchschnittsalter der Erstgebärdenden von achtzehn auf fünfunddreißig verdoppelt. Das ist einer der Gründe, warum Ratten sich so viel mehr als Leopoarden vermehren – weil sie so viel früher geschlechtsreif werden.”

,,Allein schon in der Analogie steckt natürlich ein Problem”, sagte Katz.

,,Genau”, sagte Walter. ,,Das ist wieder diese Elite-Kiste. Leoparden sind eine ‘höhere’ Art als Ratten oder Kaninchen. Ein weiterer Aspekt also des Problems: Wir machen arme Leute zu Nagern, wenn wir die Aufmerksamkeit auf ihre hohe Geburtenrate und ihr niedriges Alter bei der ersten Fortpflanzung lenken.”

 

 

 

 

 

Danke an Manuel. 

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Vom Ausnahmezustand Urlaub

Urlaub ist Ausnahmezustand. Dass das nicht immer so sein kann, geht nicht unbedingt in meinen Kopf hinein. Ich befinde mich im Ausland, habe allen verkündet, dass ich telefonisch nicht erreichbar sei und habe im Hotel nur kostenpflichtiges WLAN. Es ist Donnerstagabend, als ich das hier tippe. Was ich sonst tun würde, um diese Zeit? Vermutlich irgendwo mit Freunden an der Bar sitzen. Oder zuhause einen DVD-Sleepover-Mädchenabend veranstalten. Mit Gurkenmaske und Asti und so! (Aus Faulheitsgründen wohl doch eher ohne Gurkenmaske.)

Es bleibt Zeit für einen kurzen Rückblick. Heute ist der fünfte Tag ohne nennenswerten Kontakt zur Außenwelt (die sechs E-Mails, die ich gesendet beziehungsweise empfangen habe, waren so ziemlich das Einzige, was mich an mein Leben in Wien erinnerte). Es fühlt sich seltsam an, nicht mindestens zwanzig Mal am Tag sein Handy vibrieren zu hören. Die Hälfte davon wegen Nichtigkeiten wie: “Ich komme zu spät.” oder “Schickst du mir das bitte per E-Mail, damit ich es mir genauer ansehen kann?”. Irgendwie angenehm, dass das wegfällt. Keine Mails von Unimenschen, die mich an Referatsgruppentermine oder Ähnliches erinnern (die ich als Kontrollfreak ohnehin alle auswendig weiß;)) und das allerallerALLERBESTE hab’ ich noch gar nicht erwähnt: Keine Facebookstatusmeldungen. Vor allem keine von mir! Wie schön endlich nicht darüber nachdenken zu müssen, was man denn von seinem heutigen Tag unters Volk bringen möchte. Dabei hätte ich einiges zu berichten gehabt: “Liege am Strand und lese Freiheit von Jonathan Franzen. Nur zu empfehlen. Rufzeichen Rufzeichen Rufzeichen.” Das Hirn ist also frei, um sich an alles Mögliche, das in den letzten fünf Jahren im Privatleben schiefgegangen ist, in grauenhaft lebendigen Erinnerungen erinnern zu können. Muss schließlich auch irgendwann aufgearbeitet werden. Heute war ich also wieder beim Squash. Habe versucht alles Negative mit einigen gezielten Rückhandschlägen rauszuballern. Resultat (neben einem schier unglaublich intensiven Muskelkaterfeeling): Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, wo ich eigentlich in drei Jahren arbeiten möchte und ob ich mich für diesen Sommer nicht doch noch für diverse Sprachkurse anmelden sollte. Welche Prüfungen ich gleich, welche ich später machen möchte. Habe mir Vorwürfe darüber gemacht, weil ich noch kein brauchbares Thema für meine zweite Bachelorarbeit weiß und mir dann einiges gedanklich bereits auf meiner To-Do-Liste vermerkt. Ich muss zugeben, mein Kalender fehlt mir unheimlich. Vor allem weil ich mir noch keine Dates für nächste Woche eintragen konnte, die ich ja noch nicht ausgemacht habe, weil ich – wie bereits erwähnt – kaum Internetzugang habe. Wieder ein Zwang, dem ich hier nicht nachgehen kann: Das Freundebelästigen. Es ist und bleibt ein Teufelskreis! Aber jetzt zum Positiven: Zum Beispiel einem Großteil der verpassten Statusnachrichten. Ich war etwa drei Minuten in Facebook, um Nachrichten zu verschicken. Danach durchforstete ich in den letzten zwei Minuten meines kostenpflichtigen Internetzugangs die Startseite wie eine Bekloppte. “58 Seconds left!“ Nur um festzustellen, dass die selben Menschen noch immer vor den selben Spiegeln ihre Fotos knipsen. Können die sich nicht einmal einen neuen Spiegel kaufen, wenn es nicht für etwas mehr Kreativität langt? Zwischendurch ein paar Up-Dates, was denn so gerade vom Rachen in die Ausscheidungsorgane wandert (von Schweinsbraten bis Karotten-Ingwer-Suppe war alles dabei) und wer sich in den letzten Stunden von wem getrennt hatte. Oh, das sind ja immer die aufsehenerregendsten Neuigkeiten, die meine Welt von Grund auf erschüttern. Zwar ewig nichts mehr von beiden gehört, aber dass Steffi jetzt nicht mehr mit Franz zusammen ist, sollte ich – der ehemaligen Solidarität wegen – selbst hier zu den News der Woche erklären. Was ich, in Anbetracht meines spärlich vorhandenen Liebeslebens, auch wirklich muss. Wobei! Ich wurde vorgestern von zwei – dem Alkoholpegel entsprechend gutaussehenden – Russen angesprochen. Probleme ergaben sich erst dann, als ich mich bereits neben sie gesetzt hatte. Sie sprachen kein Wort Deutsch und nur einige billige Urlaubsenglischparaphrasen. Als ich mich dazu überwunden hatte ihnen zum dritten Mal zu erklären, wo denn genau Wien liegt, hatte der Abend ungefähr so viel Sexappeal wie die Scheidung von Heidi Klum.

Urlaub ist ein Extrem! Wann merkt man sonst, dass das Gehirn doch noch dazu fähig ist mehr als 200 Seiten täglich zu lesen und sich danach freiwillig mit eben rezipiertem Inhalt beschäftigt, ohne sofort auf irgendwelche Widgets zu tipseln, um sich ablenken zu lassen? Zum Squash spielen und Windsurfen werde ich es in den nächsten drei Monaten – realistisch gesehen – zweimal schaffen. Nach einer Woche der mir selbst auferlegten Ruhe freue ich mich wieder auf die Abenteuer, die sich ab Montag – so unauffällig wie immer – in mein Leben schleichen werden. Es fühlt sich alles so hibbelig an.

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an education.

Ich weiß: Schon ein Weilchen her, dass an education im Kino lief. All jene, die ihn schon gesehen haben, mögen diesen Beitrag einfach gekonnt ignorieren.

Wie auch immer: Ich komme nicht all zu oft dazu mir DVDs, die ich mir ausborge, auch tatsächlich anzusehen. Gestern war krankheitsbedingt einer dieser Freitagabende, die man im Bett verbringt. Alleine, mit einem guten Film. Bei dem man hofft, dass das Ende niemals kommt.

Wer genauso ein Fan von Filmzitaten [und natürlich British English ;)] ist wie ich, sollte sich folgende Zeilen ansehen und danach selbst entscheiden, ob das Drama aus dem Jahr 2009 – dessen Drehbuch von Nick Hornby [About A Boy, High Fidelity]- stammt, sehenswert ist.

 

A conversation between Jenny [Carey Mulligan] and her English teacher Mrs. Stubbs.

“You can do anything you want. You know that. You’re clever and you’re pretty…
Is your boyfriend interested in clever, Jenny?”

“I’m not quite sure what you’re trying to tell me.”

“I’m telling you to go to Oxford. No matter what.
‘Cause if you don’t, you’ll break my heart.”

“Where did you go?”

“Cambridge.”

“Well. You’re clever. And you’re pretty.
So presumably, clever Miss Stubbs won. And here you are with your pony essays. I don’t know. These last few months I’ve eaten in wonderful restaurants and went to jazz clubs and watched wonderful films, heard beautiful music…”

[...]

“Maybe will our lives going to end up with pony essays. Or housework. And yes, maybe we’ll go to Oxford. But if we’re all going to die the moment we graduate, isn’t it what we do before that counts.?”

“I’m sorry you think I’m dead.”

 

“Heaven forbid that we should end the evening reflecting on our own mortality.”

 

 

“God, I always think I’m going to my own funeral when I listen to classical music.”

 

 

„I’m still trying to work out what makes good things good.“

„It’s hard, isn’t it?“

„The thing is, Jenny, you know, without necessarily being able to
explain why. See, You have taste. That’s not half the battle. That’s
the whole war.“

 

 

Kurz: Ein Emanzipationsdrama, dessen Nominierungen seitenlang sind. Die Geschichte spielt im London der 1960er Jahre. Wer sich für Jazz, Kunst und Anglistik interessiert, weiß, womit er den nächsten verregneten oder verkränkelten Freitagabend verbringen wird.

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I’m a creep.

Meine momentan absoluten Lieblingstreter!

Sie entstanden ursprünglich aus den von ägyptischen Schuhmachern hergestellten Stiefeln für militärische Einsätze in der nordafrikanischen Wüste. Creepers werden laut wikipedia.de vor allem von Teds und Psychobillys getragen. Den Höhepunkt ihrer Beliebtheit erreichten sie [zumindest bis dato] mit den Teds in den 1950ern- und frühen 1960ern. “Don’t you step on my blue suede shoes” hieß es damals – das Lied zu den Schuhen kam im Original von Carl Perkins, bekannter wurde allerdings die Version von Elvis Presley. Später, in den 50ern waren die Creepers vor allem bei Rockabilly-Kids beliebt, wurden jedoch auch in den Subkulturen von Ska, Punk und Goth getragen. Heute sieht man auf jedem dritten Fashionblog modeaffine Damen in Creepers-Schuhen. Ich warte nur darauf, bis sie sich endgültig in der High-Way Fashionszene etablieren.

Ich konnte mich nicht zurückhalten ein paar Snapshots einer Freundin zu schiessen, die sich schon länger in Besitz eben genannter Schuhe befindet.

Die Meinungen sind diesbezüglich – wie bei den meisten “Modeerscheinungen” [welch grauenhaftes Wort] – geteilt.

 

 

 

 

 

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Nachmittage im Grünen

Nach langer Zeit hatte ich mich dazu „überwunden“ endlich wieder meine Spiegelreflex einzupacken, um die Stunden des Nachmittages in den Donauauen festzuhalten. Überwunden deshalb, weil das schwere Ding nicht einfach [vor allem nicht auf dem Fahrrad!] zu transportieren ist und ich mich langsam daran gewöhnt hatte, wieder auf die Dank der heutigen Technik nicht mehr ganz so grauenhaft verpixelten Handyfotos umzusteigen.  Dennoch denke ich mir jedes Mal, wenn ich – alleine oder zu zweit – in dem Naturschutzgebiet gleich vor meiner Haustür unterwegs bin, dass ich die Kamera hätte mitnehmen sollen. Das Licht, die Bäume, die frisch gemähten Wiesen – ich bin jedes Mal aufs Neue fasziniert und möchte euch den Lieblingsplatz meines Bezirkes nicht länger vorenthalten. Der ideale Kontrast zum Alltag in der Stadt! Noch dazu hat der nette Herr, welcher hauptsächlich auf den Fotos zu sehen ist, angemerkt, dass mein Blog zu textlastig wäre. Man selbst wird scheinbar mit der Zeit betriebsblind, muss ich ehrlich zugeben. Ich verspreche in Zukunft wieder öfters zu fotografieren. Denn Bilder sagen vielleicht nicht mehr als tausend Worte, aber gehören zu einem ansprechenden Blogeintrag irgendwie dazu.

Genug geschwafelt. Enjoy!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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